Der Motorroller und seine Geschichte
Der beliebte Motorroller, auch unter der Bezeichnung Motor Scooter bekannt, hat eine etwa 100 jährige Geschichte. Alles begann im kleinen Örtchen Pontedera, in Italien. Die Firma Piaggio entwickelte damals ein kleines motorbetriebenes „Sesselmotorrad“, welches vor allem die Jugendlichen von 16 bis 18 ansprechen sollte. Auch für die großen Städte erwiesen sich die kleinen Roller als sehr vorteilhaft, weil sie zum einen wenig Platz benötigten und zum anderen sehr wendig waren. Die Marke Vespa wurde geboren. Der Boom um den kleinen Roller breitete sich auf die ganze Welt aus und schnell war der Name Vespa nicht mehr wegzudenken.
Auch in Deutschland wollte man an diesen Erfolg anknüpfen und so entwickelte die Firma Krupp aus Essen, im Jahre 1919, nur wenige Jahre nach Piaggio, den ersten Motorroller Deutschlands. Er hatte eine Länge von nur 130 Zentimetern und wurde mit Vorderradantrieb bewegt. Wenige Jahre später entwickelte die Firma Viktor die ersten Zwei- und Viertaktmotoren für Motorroller.
Zu Anfangs wurde der Motorroller hauptsächlich von Frauen genutzt. Schnell erkannte aber auch die Männerwelt, wie praktisch und handlich die kleinen Motorroller sind und der einst als Frauenmotorrad bezeichnete, Scooter entwickelte sich zu einem Allrounder für jedes Alter und jedes Geschlecht. Bald sah man in den großen Städten zahlreiche Motorroller und auch auf dem Land wurden die wendigen Flitzer bevorzugt. Sie waren nicht nur um einiges günstiger in der Anschaffung, sondern auch billiger in der Erhaltung, als die PKWs. Um im Alltag keine Kompromisse eingehen zu müssen, wurden bald zahlreiche Zubehörprodukte, wie etwa Körbe oder Koffer, entwickelt.